© Gästehaus am Markt 2014

Monreal

Monreal ist ein historisches Fachwerkdorf, dessen erste urkundliche Erwähnung als „Cunisberch“

(Königsberg) auf das Jahr 1193 datiert wird. Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von

Virneburg ihren Einzugsbereich aus und ließen sich in der kleinen Siedlung nieder, da diese geografisch

näher an den wirtschaftlichen Zentren lag. Der Mode der damaligen Zeit entsprechend erhielt das

ehemalige Cunisberch einen französischen Namen und hieß fortan Monroial (Königsberg), aus dem später

der heutige Name Monreal entstand. Um 1220 begann Graf Hermann lll. von Virneburg mit dem Bau der

„Großen Burg“, auch Löwenburg genannt. Die „Kleine Burg“, auch Philippsburg genannt, soll schon vor der

Löwenburg gestanden haben. Sie diente als Vorwerk zur Sicherung des westlichen Elztals, das von der

Löwenburg nicht eingesehen werden konnte. Als Erbauer gilt Philipp von Virneburg, dem Bruder des Grafen

Hermann lll.

Im Jahr 1306 erhielt Monreal die Stadtrechte und es durfte wöchentlich ein Markt abgehalten werden. Bei

der Eroberung durch schwedische Truppen im Jahr 1632 wurde Monreal in Schutt und Asche gelegt. Eine

weitere Zerstörung erlitt der Ort im Jahr 1689 im Pfälzer Erbfolgekrieg durch französische Truppen. Nach

dem Dreißigjährigen Krieg entstand in Monreal eine bedeutende Tuchindustrie. Noch heute zeugen die

zahlreichen Fachwerk- und Bruchsteinhäuser vom Wohlstand der damaligen Tuchmacher. In der zweiten

Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel dieser Berufszweig der Industrialisierung zum Opfer und Monreal verarmte.

Erst in den 1930er Jahren begann ein Aufschwung in Monreal, denn man begann, die Schönheiten und

Reize der Eifel zu schätzen. Monreal wurde als ein Kleinod in der Eifel entdeckt, denn die imposanten

Bauten der Tuchmacherzeit und die drei steinernen Brücken bildeten einen idyllischen Ortskern. Die

Weichen für die heutige Zeit wurden gestellt und es wurde damit begonnen, den Ort touristisch zu

erschließen. Belohnt wurden diese Bemühungen durch zahlreiche Siege bei den Wettbewerben „Unser

Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“, begonnen bei Siegen auf Kreisebene bis hin zum Sieg

auf Bundesebene im Jahr 2004. Eine weitere herausragende Auszeichnung erfuhr Monreal mit dem

Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“, der im Jahr 2011 zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt

wurde.

Weitere Bekanntheit erlangt Monreal seit 2009 als Schauplatz für die deutsche Krimiserie „Der Bulle und

das Landei“, mit Uwe Ochsenknecht und Diana Amft in den Hauptrollen, deren Spielfilme in der ARD

ausgestrahlt werden. Im Jahr 2012 war die Actionserie „Alarm für Cobra 11“ zu Gast und drehte die Folge

„Das Landei“, die im März 2013 erstmalig auf RTL ausgestrahlt wurde.

Weitere Infos über Monreal finden Sie auf der Homepage der Ortsgemeinde Monreal: www.monreal-eifel.de
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